01.05.2015 – 02.05.2015

Wieder einmal ging es Richtung Süden in den Harz, genauer gesagt in den Nordosten.  Der Försterstieg, die Originalstrecke beginnt in Goslar und endet nach 60 km in Riefensbeek-Kamschlacken. Die von uns erwanderte Route ist mit einem alternativen Ende und mit kleineren Umwegen zu den Stempelstellen der Harzerwandernadel versehen.

Tag 1

Aussicht von Stempelstelle “110 Granstausee“, Blickrichtung Staumauer.

Startpunkt war also Goslar. Verspätet mit dem Zug angekommen, wundern tut man sich darüber eigentlich nicht mehr, ging es, das erste Mal mit großem Rucksack und Zelt ( insgesamt ca. 18 kg ), in Richtung Westen zur Granetalsperre. Am Ostufer des dortigen Stausees befindet sich die Stempelstelle „110 Granstausee“, für alle Sammler der Harzerwandernadeln.

Über die Staumauer hinweg, führte die von uns erwählte Route zu einem alten Tagebau. Wo zufälliger Weise auch der nächste Stempel zu finden ist. Genauer, am Heimberg, östlich von Wolfshagen. Welches wir südlich umgangen habe, um kurze Zeit später auf einer weiteren Staumauer zu stehen. Die Innerstetalsperre befindet sich westlich von Wolfshagen und markiert auch ungefähr die ersten 20 km.

Die gewonnene Aussicht nach dem ersten Kilometer.

Von nun an ging es einfach nur noch aufwärts. Für weniger erfahrende Wanderer sind die knapp 3 km nach der Talsperre eine wirkliche Herausforderung. Nachdem wir gefühlt endlich oben angekommen war, haben wir uns entschlossen unser Nachtlager zu errichten. Aus Mangel eines Campingplatzes, haben wir uns genötigt gefühlt unser Zelt in einer Schutzhütte aufzuschlagen. Welche wie dafür gemacht zu sein schien. Hier haben wir auch das erste Mal unsere neue Ausrüstung, d.h. Kocher, Zelt usw., in der Praxis getestet. Ergebnis: sehr gut.

Tag 2

So anstrengend der erste Tag zu ende ging, so bequem begann der Zweite. Da wir die 500 m über NN erreicht hatten, wurde das Spiel nach oben hin geringer und man bewegte sich öfters auf mehr oder weniger ebenen Wegen. Was nicht ganz unvorteilhaft ist, wenn man 8 km mehr zu schaffen hat als am Vortag. Es änderte sich auch die Richtung. Ist man am ersten Tag noch konsequent nach Westen marschiert, ging es am zweiten Tag fast ausschließlich nach Süden.

Wolfskulptur

Bis zum Mittag in einer kleinen Waldgaststätte nördlich von Bad Grund, gab es, bis auf einige Holzskulpturen, wenig nennenswertes. Zum Mittag gabs es, neben einem kalten Getränk und einem sättigendem Essen, eine sehr schöne Aussicht.

Ein Zeit raubendes Hindernis.

Nach der Pause wurde es dann wieder spannender. Unser Weg wurde von Bäumen, die wohl nichts besseres zu tun hatten, blockiert. Also hieß es, klettern mit bis zu 18 kg Gepäck. Auf den Bildern, die erst nach dem klettern entstanden sind, wirkt die Aktion weniger spektakulär. Es ging aber über und unter Bäumen durch, mit Rucksack auf und wieder absetzen.

Einige Kilometer weiter, ab Höhe Buntenbock haben wir die Wegführung aus praktischen Gründen geändert. Osterode hat einen Bahnhof, Riefensbeek-Kamschlacken nicht. Es ging also sehr schnell bergab Richtung Osterode, um noch rechtzeitig den Zug in Richtung Heimat zu erreichen.

Fazit: Der Harzer Försterstieg ist anstrengender als andere Wanderwege dieser Länge. Aber gerade dadurch, lassen sich viele schöne Aussichten genießen. Die Wegführung fast ausschließlich über Wege für Forstmaschinen machen den Pfad etwas eintönig, aber ich denke man kann beim Försterstieg auch nichts anderes erwarten.

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